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Gewöhnung (Habituation)

Aktualisiert: 30. Aug. 2021

Gewöhnung (Habituation) ist ein wichtiges Thema in der Hunde Erziehung!



Unter dem Begriff Gewöhnung versteht man das Nachlassen oder sogar vollständige Erlahmen einer Reiz Antwort.

Um eine Gewöhnung zu erreichen, sind bestimmte Bedingungen erforderlich:


•Der Reiz darf nicht zu auffällig sein beziehungsweise nicht als etwas Bedrohliches wahrgenommen werden.


•Der Reiz ist häufig beziehungsweise in wiederholter Art und Weise präsent.


Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, lernt der Hund, dass ein " Überhören" dieses "unwichtigen" Reizes keine negativen Folgen für das eigene Wohlbefinden hat.

Eine Reaktion auf einen ungefährlichen und auch im positiven Sinne wenig herausragenden Reiz ist nicht erforderlich- vereinfacht kann man sagen:

Aus Energiespargründen wird die Reaktion eingestellt. Der Einsatz beziehungsweise die Anwesenheit von Verstärkern ist bei dieser Art des Lernens nicht erforderlich.


Das Gewöhnungslernen findet ohne Beteiligung des Bewusstseins statt. Die Lernerfahrung ist hierbei verhältnismäßig leicht rückgängig zu machen. Wenn beispielsweise der Reiz, an den sich der Hund bereits gewöhnt hatte, für längere Zeit nicht mehr präsent ist und dann wieder erscheint, kommt es anfangs wieder zu einer Reaktion. Dieses Phänomen bezeichnet man als spontane Wiederherstellung (der Reaktion).

Reaktionen in Bezug auf den Reiz, an den der Hund bereits gewöhnt war - und demnach nicht mehr reagiert hatte, wenn sich die Reizintensität ändert oder der Reiz in einem anderen Situationszusammenhang doch als bedrohlich eingestuft wird.


Beispiel für eine Gewöhnung

Ein Züchter kann zum Beispiel bei Gewitter die Fenster öffnen, während sich die Welpen im Wohnzimmer aufhalten und gut gelaunt spielen - so werden Blitz und Donner als irrelevante Reize beim Welpen abgespeichert.

ACHTUNG:

Es sei denn, die Mutterhündin leidet unter Gewitterangst und überträgt diese Angst auf ihre Welpen - dann würde eine Sensitivierung stattfinden. (Hunde lernen auch durch Beobachten anderer Hunde und auch Menschen und deren Verhalten: Emotionen übertragen sich sofort von Individium zu Individium - innerartlich, aber auch artübergreifend sprich Mensch.)


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